Abtauchen an der Traun?

Was, jetzt schon? Wie die Zeit vergeht!

Wegen des bevorstehenden langen Wochenendes zum 3.Oktober gab es auf den Straßen viel Verkehr. Aber einmal in Viecht angekommen, waren Hotel und Tauchbasis nur wenige Schritte voneinander getrennt. Die Tauchbasis-Crew kümmerte sich um den Transport der Ausrüstung, wenn man unterhalb des Hotels am Basiseigenen Hausriff, äh Hausufer mit seiner vorgelagerten Insel tauchen wollte. Für die Longtrail-Trips wurden Taucher und Equipment im Basis-Kleinbus ein paar Kilometer Flussaufwärts gefahren.

Einige Wiederholungstäter waren bereits vor drei Jahren dabei, als die Traun mit hohem Wasserstand und kräftiger Strömung aufwartete. Die „Neulinge“ wollten das Abenteuer „Flusstauchen“ am eigenen Leib erleben.

Zum Auftakt starteten wir am Samstagvormittag mit der geführten Schnorchel-Tour. Nur Neopren, Maske, Schnorchel und Flossen waren erforderlich. Unterhalb des Kraftwerkes hatte das Wasser sich tief in die Felsen geschnitten. Der Sprung aus 3-4 Metern Höhe sorgte für einen ordentlichen Adrenalinschub. Anschließend ließen wir uns gemächlich im klaren sonnendurchfluteten Quellwasser treiben. Bei den Zwischenstopps erfuhren wir von unserem Guide biologisch, geologisch und geschichtlich Wissenswertes rund um die Traun.

Gelegentlich konnten wir Forellen beobachten, wie sie geschickt und mühelos Flussaufwärts schwammen. Nicht zu übersehen waren die vielen amerikanischen Flusskrebse, die in solchen Massen eine Gefahr für die hier heimischen Lebewesen zu sein scheinen.

Beim Gerätetauchen am Samstagnachmittag und Sonntag hatten wir keine Probleme auch mal gegen die leichte Strömung anzuschwimmen, beide Flussufer aufsuchen und im Flussbett nach Interessantem Ausschau halten. In jahrelanger Arbeit hat die Strömung hier Steine, Felsen und Baumwurzeln beeindruckend geschliffenen und ausgewaschenen. Dazu noch die kapitalen Hechte und Karpfen. Genau das, was wir zum Saisonausklang gebraucht haben!