Die Wetterprognosen für das Wochenende waren leider nicht vielversprechend. Tiefhängende Wolken und frische Temperaturen sorgten aber für wenig Touristen, freie Parkplätze und eine problemlose Restaurant-Suche nach einem entspannten Abtauchtag. Aber wie ist er denn nun – der Millstätter See? Die Fakten: flächenmäßig Kärntens zweitgrößter See, maximal 141 m tief, mittlere Tiefe 90 m.

Als erster Tauchplatz wurde uns eine kleine Parkbucht 1 km nach Pesenthein empfohlen. Der ausgiebige Regen im September hatte sehr viel Sediment eingetragen und die Sichtweiten im oberen Teil auf rund 5 m begrenzt. Der Hammer war der Pflanzenbewuchs, der bis 6 m Tiefe reichte und viele Jungfische (vorrangig Barsche) beherbergte. Ein solch üppiges Angebot ließen sich einige größere Barsche und Hechte nicht entgehen. Aus dem steil abfallenden Grund ragten immer wieder Felsen hervor, auf denen große Muschelkolonien lebten.

Abends trafen sich alle Taucher und Nicht-Taucher zum gemeinsamen Abendessen in Millstatt. Tauchen, Spa-Besuch, Wandern machen sehr, sehr hungrig!

Einige DUCler konnten es nach dem Essen nicht lassen, nochmal in den Neopren zu klettern und zu einem Nachttauchgang aufzubrechen. Ein Teil der Jungfische ruhte in den 4-5 m hoch aufragenden Pflanzen, die Anderen schliefen in großer Stückzahl auf dem Boden. Hechte versuchten noch den einen oder anderen Happen zu bekommen. Nicht zu vergessen die drei Welse, die auf der Suche nach Futter den Pflanzengürtel durchstreiften. So machen Nachttauchgänge Spaß!

Da am Millstätter See keine Tauchbasis mehr zum Flaschenfüllen geöffnet hatte, ging es am Sonntag an den 50 km entfernten Weissensee, wo wir zwei Tauchgänge vor der Basis der Yachtdiver absolvierten. Zu kurz um die Schönheit des Weissensees zu entdecken. Vielleicht ein anderes Mal.

Zurück am Millstätter riss am Montag der Himmel auf. Sonne pur! Der See liegt wirklich traumhaft. So wurde die restliche Zeit ausgiebig zum Tauchen, Sonnenbaden und sonstigem Müßiggang genutzt. Mit dem 3. Oktober klang sie dann aus - die Tauchsaison 2017.