Ein Bericht von Stefan ...

Bei der Ankunft in Neuburg an der Donau war der Himmel wolkenverhangen und es lag deutlich mehr Schnee als zu Hause. Eine Mischung aus erwartungsfroh, gespannt und aufgeregt hatte alle Mitfahrer ergriffen. Der erste Blick auf die Donau an der Staustufen Bittenbrunn war schön und eiskalt zu gleich. Fluflaufwärts komplett mit Eis bedeckt. Flussabwärts - unsere spätere Schwimmstrecke - trieben hier und da Eisschollen. Brrr, das wird ...

Die Organisation dieser 48. Auflage war einfach super - Parken, Anmeldung, Bus-Shuttle, Umziehen/Duschen in der Parkbad-Schwimmhalle, Verpflegung und Unterhaltung. Danke an die über 350 Helfer!

Nachdem wir uns im Parkbad in den Neopren gezwängt und nach Lust und Laune kostümiert hatten, brachten uns Shuttlebusse zum 4 km entfernten Start. Die Zeit in der Warteschlage war Dank ansteigender Stimmung mehr als kurzweilig. Der Busfahrer kam aus dem Grinsen nicht mehr raus, als auf der Fahrt ein "Ballermann"-Lied nach dem anderen angestimmt wurde.

Bei unserer Ankunft hatte sich der Tross der 2200 Schwimmer bereits in Gang gesetzt. Also schnell Ring schnappen, runter zum Wasser, Flossen an und rein. Bohhh, ist das kalt! Wer wollte krallte sich noch eine Eisscholle als Schwimmbrett. Spätestens in Neuburg standen die Zuschauer dichtgedrängt und genossen das bunte Treiben. Besondere Hingucker waren die Flöße mit ihren Motiven zur aktuellen Politik, zur Umwelt oder klassisch zum Karneval. Unser DUC-Reifen überholte einen grünen Kraken, eine Kuh mit Bäuerin, den Trump-Tower mit DJ und das "Trump-olin".

Anerkennung und Beifall wurde den 50 Eisschwimmern gezollt, die bei -2 Grad Auflen- und 0,6 Grad Wassertemperatur nur in Badesachen eine 500m lange Kurzstrecke absolvierten. Hier war der älteste 80 Jahre und die älteste Teilnehmerin 73 Jahre alt. Respekt!

Hilfsbereit griffen Zuschauer zu, als wir mit kalten Füßen und klammen Fingern, aber überglücklich, aus dem Wasser kletterten. Bevor wir ins Parkbad durften, gab es eine kurze 8 Grad Wasserspritze von der Feuerwehr. Innen half man sich gegenseitig beim Entledigen der Neopren-Anzüge. Die Bademeister hatten die beiden Schwimmbecken auf über 30 Grad aufgeheizt. Kein Wunder also, dass sie - neben dem Getränkeausschank - gut besucht waren.

Zurück in der Festhalle gab es Teilnahmemedaille, Pokale, Musik und verschiedene Möglichkeiten, um die Energie-Speicher weiter aufzufüllen. Fest steht: 2018 ist der DUC wieder dabei. Vielleicht ergattern wir dann auch Karten für den begehrten Wasserwachtsball, auf dem die Post richtig abgehen soll.

Und nun: Peters Gedanken und Eindrücke vom Donauschwimmen... !

-na klar Jürgen, -na klar Stefan, -logisch da mach ich mit, was Neues, toll, dass Ihr an mich gedacht habt!!! So ungefähr klang das im Oktober, im November - und auch im Dezember 2016 war für mich klar: Da mach ich mit!!! Mitte Januar 2017 bei minus 10 Grad dachte ich da schon ein wenig anders darüber und als das Wochenende nahte dachte ich nur noch: Wie kommst du nur aus dieser Nummer raus.

...es geht weiter! Unbedingt lesen...